ZEROMANCER, live am 01.04.2009 im Beatpol Dresden

Baumelnde Gliedmaßen über nacktem Oberkörper

Ein halbes Jahrzehnt waren sie nicht mehr auf Tour, jetzt sind sie zurück: Zeromancer. Die Norweger sind etwas älter geworden, aber keineswegs haben sie etwas von ihrer Bühnenpräsenz eingebüsst. Und wie die Songs verbreiten die fünf Nordlichter einen unglaublichen Drive, dem sich auch das Dresdner Publikum nicht entziehen konnte.

Nach einem nebligen Intro erschienen Leadsänger Alex Møklebust und seine Kollegen im Scheinwerferlicht. Richtig rockig ging es los und richtig rockig blieb es die gesamten anderthalb Stunden über. Nur kurz unterbrochen von zwei balladesken Stücken. Im direkten Vergleich zeigte sich, dass den Jungs die Kuschelnummern weniger liegen als die Kracher. Hits wie "DrOnline" und "Clone Your Lover" sind dabei natürlich Selbstläufer, aber auch das Material der brandaktuellen Scheibe "Sinners International" sorgte für beste Stimmung. Da hatte Frontmann und Frauenschwarm Alex leichtes Spiel. Und als er sich schließlich auch noch sein T-Shirt vom durchtrainierten Leib zerrte, wäre die eine oder andere Dame am liebsten auf die Bühne gehüpft. Neben Alex waren von der Decke baumelnde Gliedmaßen der Hingucker des Abends. Selbst den Sänger ließen sie nicht los: Immer wieder musste er ihnen einen Schubs geben.

Die Stimmung im Saal war trotz des nur in übersichtlicher Anzahl erschienen Schwarzvolkes grandios. Daran hat die Band einen wesentlichen Anteil, hat doch das Quintett gearbeitet wie vor einem vollen Stadion. Nichtfans der Band mögen die Unterschiede zwischen den einzelnen Stücken zu gering gewesen sein. Aber was macht das schon, wenn das restliche Volk feiert.

zeromancer.com

Text: Stefan
Foto: Cordelia



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