X-Fusion "Dial D for Demons" (Scanner / Soulfood)

Mit den Dämonen ist das so eine Sache. Existieren sie nun oder nicht? Und wenn ja, in welcher Form? Möglicherweise in Gestalt des Soloprojektes X-Fusion. Die Kategorisierung "Solo-Projekt" ist hier absolut wörtlich zu verstehen, denn alles kommt wirklich aus einer Hand: Kompositionen, Arrangements, Texte, Gesang, Aufnahmen, Mastering und das Artwork. Das Ergebnis: ein dunkles Electro-Album, das seine Vergangenheit nicht verleugnet. X-Fusion kommt aus der Techno-Szene. Insbesondere die hohen beats-per-minute-Werte auf "Dial D for Demons" sind wohl diesem Umstand geschuldet. Und so geht es nach dem Intro - so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm - auch sofort in die Vollen. "Ich will deine Seele" ist ein Tanzflächenkracher par excellence, wie sich die gesamte Platte überhaupt sehr gut für den Clubeinsatz eignet.
Neben den überwiegend extrem schnellen und treibenden Beats arbeitet X-Fusion mit verzerrten Vocals und jeder Menge (deutschsprachiger) Film-Samples. Sie unterstreichen die thematische Ausrichtung der Scheibe, die sich vor allem mit düsteren Wesen wie Monster, Teufel und eben Dämonen beschäftigt.
"Dial D for Demons" bewegt sich im Spannungsfeld von Suicide Commando, Hocico und Nitzer Ebb und ist so etwas wie der Soundtrack für den (alltäglichen?) Horrorfilm.
X-Fusion ist definitiv guter Stoff zum Abzappeln. Für einen entspannten Abend daheim ist die Scheibe vielleicht etwas zu anstrengend. Ach und übrigens: "Monster, Dämonen, Teufel - das alles existiert" - zumindest laut X-Fusion...

x-fusion.com
Stefan



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