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The Weegs "The Million Sounds Of Black" (Hungry Eye Records, VÖ: 09.06.2006)
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Von den 9 Tracks auf "The Million Sounds Of Black" sind 8 sehr kurz, das letzte Stück lässt sich dafür ganze 46 Minuten Zeit zur vollkommenen Entfaltung. So kommt die CD auf über 70 Minuten. Die Songs sind reichlich schräg und abgefahren und klingen wie eine Mischung aus The Residents, amerikanischem Punkrock und der unterkühlten Noise-Verliebtheit des No Wave. Wenn die Songs auch einer gewissen Melodik nicht entbehren, ist das doch nur eine kleine Facette der Aufnahmen. Größten Eindruck macht der "Klang", der "verschmierte", dreckige und laute Sound der Songs. Die Instrumente spielen recht aufwändige Themen auf die möglichst billige und schlechte Weise, was den Musikern eine gewisse Herausforderung abnötigt. Es geht darum, den richtigen Ton möglichst schräg und atonal zu finden, ihn mit artverwandten schrägen und atonalen Tönen in Zusammenhang zu bringen und das Ganze als reichlich krachiges Werk klingen zu lassen.
Die ersten 8 Tracks haben eine gewisse Vielseitigkeit, die stets im No Wave Sound mit punkiger Attitüde kunstverachtend selbstbewusst lärmt. Das letzte Stück ist eher elektronischer Natur, Avantgarde pur. Eine "normale" Struktur gibt es gar nicht, die Töne und Sounds, mal mehr, mal weniger interessant, oftmals schön disharmonisch und abstrakt, machen nervöse Stimmung. Aber über die Dauer von 46 Minuten erlischt das Interesse an dem Monster, es tut sich nicht wirklich etwas in den Minuten. Freaks ganz abgefahrener und seltsamer, destruktiver Töne werden die CD als besonderes Schmankerl lieben. Ich streichle derweil über die Butterblumen auf der sattgrünen Wiese.
realgone.org/weegs
VM
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