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...And You Will Know Us by the Trail of Dead, live am 10.06.2009 im Beatpol Dresden
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Punk's not dead
Es ist einer dieser Abende, an denen das gute alte Flaschenbier in Plastikbecher umgefüllt wird. So was hasst man ja als treuer Beatpol-Gänger, aber wie sich wenig später zeigen wird, war es vielleicht eine gute, gesundheitsfördernde Maßnahme - zum einen weil man wegen der zeitaufwendigen Prozedur lange anstehen muss und somit weniger trinken kann, zum anderen, weil geworfene Plastikbecher nun mal weniger tiefe Wunden reißen. Denn im proppevollen Club ist schon nach den ersten gewalttätigen Akkorden von ...And You Will Know Us by the Trail of Dead die Hölle los. In Bühnennähe überlebt nur, wer um sich schlägt und tritt, wie alle anderen. 15 Minuten nach Show-Beginn erreicht die Innentemperatur gefühlte 45°C, die Luftfeuchte gefühlte 105 %. 20 Minuten nach Show-Beginn taucht der bis dato verschollene Ragazzi-Fotograf wieder auf. Er sieht aus, als wäre er auf eine Horde Gallier getroffen und anschließend noch auf Obelix persönlich. Fünf Minuten später schweben die ersten Stage-Diver durch den Saal. Neben der Bühne, da wo ein klein wenig Platz ist, beginnt ein flächendeckend tätowierter Typ mit schweißglänzendem Oberkörper komplett auszurasten. Der Boss des Ladens und einer seiner Schergen kämpfen sich hektisch durch die tobende Menge und machen sich daran, einen in luftiger Höhe angebrachten Ventilator abzuschrauben, um diesen daraufhin zur Bühne zu schleppen und damit die fünf Musiker oder was auch immer zu kühlen. Im Saal glitzern Schweißtropfen auf euphorisierten Gesichtern, in Styler-Frisuren und Zauselvollbärten. Vor dem Saal diskutieren zwei Typen über San Gimignano und den letzten Toskana-Urlaub. Das ist Punk im 21. Jahrhundert.
Ach ja, und dann war da natürlich auch noch Musik. Schnell. Hart. Laut. Punk. Is not dead.



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Text: André
Fotos: Stefan
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