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THE WHITEST BOY ALIVE, Live am 17.08.2009 im Alten Schlachthof Dresden
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Achtung, Ansteckungsgefahr!
"Freedom is a possibility - only if you're able to say no." Die etwa 600 Besucher haben sich gegen das Nein entschieden - und stattdessen ja gesagt zum Konzert von The Whitest Boy Alive in Dresden. Und gut haben sie getan mit dieser Entscheidung. Nicht allzu oft begegnet einem ein Publikum, das sich unmittelbar von der Band auf der Bühne mitnehmen lässt. Erstaunlicherweise ohne jedes typische Entertainment-Pipapo. Gut, es gab ein bisschen Licht und auch das Bühnenhintergrundposter mit den vielen schwarz-weißen Menschen (in Anlehnung an das aktuelle Plattencover) hatte was. Aber das war's dann auch schon mit den Unterhaltungselementen. Ansonsten beste Electro-Rock-Mugge pur. Und natürlich die weiß bekleideten Jungs. Sänger Erlend Øye ist in seiner Nerd-Optik weit entfernt von Robbie Williams. In Sachen Charisma übertrifft er ihn aber locker.
Die Band braucht nur wenige Takte um sich in den Gig zu finden. Und dann entwickeln sie eine Spielfreude, die einfach ansteckt. Ein so was von echtes "Give me five" ist unter den Musikern keine Seltenheit. Rhythmisches (!!!) Klatschen ebenfalls nicht. Auch das Publikum stimmt da ganz professionell ein. Großartig wie die Band live auf der Bühne sich die Stücke zurechtfriemelt. Sie haben definitiv richtige entschieden, sich nach dem rein elektronischen Karrierestart "richtige" Instrumente zu schnappen. Auf denen haben sie im Dresdner Schlachthof fast sämtliche Stücke ihrer zwei bisherigen Scheiben zum Besten gegeben. Plus großartige Versionen von Fremdstücken wie "Wicked Games" von Chris Isaak.
Nahezu der ganze Saal feierte sich in Ekstase. Da waren Zugaben nur die logische Konsequenz. Und dass die vier Jungs das gepflegte Understatement verstehen, bewiesen sie nicht nur mit der finalen Ansage: "Es klingt zwar alles gleich, aber wenn ihr Lust habt, bleibt doch noch!" Gesagt, getan. So wie die Dresdner Besucher die Band schienen The Whitest Boy Alive das sächsische Publikum richtiggehend zu mögen. Erlend Øye: "Berlin gestern war auch gut, aber ein bisschen zu cool."
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