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SUICIDE COMMANDO, Live am 20.10.2006 in der Reithalle / Strasse E Dresden
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Der rote Faden
Wenn sich das Selbstmordkommando in der Stadt ansagt, kommen die dunklen Gestalten aus ihren Behausungen, um insbesondere einem Mann und seinen Beats zu huldigen: Johan Van Roy. Das belgische Urgestein der elektronischen Düsterszene feiert in Kürze mit Suicide Commando den 20. Geburtstag. Ein fast biblisches Alter, das nur wenigen Combos des Genres beschieden ist.
Alles andere als alt und eingerostet gibt sich Van Roy nach wie vor auf der Bühne. Er rennt von der linken auf die rechte Bühnenseite, hält kurz - den Fuß auf der Monitorbox - inne, um dann den umgekehrten Weg von rechts nach links zu gehen. So geht das fast während des gesamten Auftritts, nur selten findet er Ruhe am Mikrofonständer. Dazu weiß der Frontmann seine Zunge gewinnbringend einzusetzen, und auch sonst spart er nicht mit seiner typisch-fratzenhaften Gesichtsperformance. Zwischendurch gibt es zusätzlich wahlweise den Stinke- oder die gespreizten Teufelsfinger.
Der dominierende Farbtupfer des Abends ist, neben dem obligatorischen Schwarz, Rot. Da ist die Krawatte des Meisters, da sind die roten Lichtakzente und da ist das Blut,das mal mehr, mal weniger in den Videoprojektionen auftaucht. Natürlich alles andere als neu diese visuellen Elemente, aber dafür sehr gut gemacht. Wirklich schicke Filmchen gab es für die Fans zu gucken, immer mal wieder vom markanten X (das Bandlogo) unterbrochen.
Schnelle, manchmal fast technoide Beats vom neuen Album "Blind, torture, kill" bestimmen den Abend, durchsetzt mit Altbekanntem. Den Fans gefällt die Mischung, besonders in den ersten Reihen feiern sie nicht nur einfach ausgelassen, sondern springen sich gar exstatisch an.
Auch wenn am Ende mit "See you in hell" der Überhit fehlte, hatten Band (neben dem Mastermind vervollständigten zwei Keyboarder und ein Drummer das Line up) und Publikum einen kurzweiligen Abend. Johann Van Roy: "Man sieht sich, irgendwann irgendwo." Vielleicht ja sogar in der Hölle.
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