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Steve Swindells "Messages" (Sony Music 1974/Esoteric Recordings, VÖ: 26.10.2009)
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Steve Swindells ist vor allem als Mitglied der Hawklords bekannt, er war zudem in Pilot und hat 1980 nach "Messages" ein weiteres Soloalbum namens "Fresh Blood" veröffentlicht. Sein Solodebüt ist Singer/Songwriter Pop, dessen fast sämtliche Songs von Streichern unterlegt worden sind. Zu hören ist ganz in seinem Zeitgeist aufgehender, kitschig pompöser und, ja, doch, lebhafter, fast komplett musikfreier Liebestexte-Radio-Pop mit Disko-Funk und Schlagermalz im Plastikgetriebe für den Hausfrauengebrauch als Animation zum Tanz mit dem Staubsauger.
Gastmusiker wie Michael Giles, John Gustafson, Barry De Souza, Mark Warner und Morris Pert können nicht verhindern, dass die Platte zumindest aus Sicht der Rockmusik als unbedeutend und kaum mehr als nett bezeichnet werden kann.
Bluesiges, ein paar Spuren Jazz und eingängiger Funk vereinen sich mit Pop zu tanzbaren Nummern, die im Radio funktioniert haben mochten, heute dated klingen, auch den einen oder anderen passablen Beitrag haben, etwa das kraftvolle Schlagzeugspiel in einigen Songs, oder die fette Spur der Bläsersätze hier und da. Aber schon die wenigen Gitarrensoli machen kein besonderes Aufsehen. Der neunte Track ist über 10 Minuten lang, ohne extravagant ausgefallene Ideen zu präsentieren.
Als Bonus ist dem remasterten Werk, dessen schiere CD-Existenz mit der aufwendigen, zeitintensiven Arbeit des Remasterings etc. die Frage aufwirft, warum diese Platte und nicht eine der vielen anderen, die es so um viel mehr wert wären, in Angriff genommen wurde, eine zweite CD angehängt worden, die Swindells' für ein Jahr darauf, 1975, geplantes zweites Soloalbum enthält, das nie veröffentlicht worden war und im verstaubten Archiv überlebte. Die 8 Songs gehen mehr in Richtung Diskomusik, haben nicht die Streicherfülle wie auf "Messages", sind mal flott, mal balladesk verträumt und können kaum mehr beeindrucken als die des Erstlings.
esotericrecordings.com
VM
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