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DIE STERNE, Live am 08.05.2006 im Star Club Dresden
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Modische und akustische Hits
Eigentlich ist richtiges Open-Air-Wetter, und das Anfang Mai. Das war natürlich nicht vorhersehbar, als die Sterne-Gigs gebucht wurden. Deshalb müssen alle, die das Quartett live erleben wollen, in den fensterlosen, ansonsten aber sehr angenehmen Star Club. Doch noch geht's nicht los, also Zeit für ein Bierchen auf der Wiese vor der Spielstätte. Um halb zehn dann aber doch lieber mal reinschauen, schließlich steht mit Gustav die Combo als Support auf der Bühne, deren Wal-Song u.a. auf Radio Eins für Furore gesorgt hatte. Ziemliches Kontrastprogramm, das die drei Österreicher da an Laptop, Keyboard und E-Gitarre bieten. Kein Sterne-Rock'n'Roll, dafür aber nicht weniger spannend: Electronica, Samples, Poppiges, auch mal Schräges. Dazu intelligente, zuweilen zynische Texte. Muss man sich unbedingt mal zu Hause in Ruhe geben. Das denkt sicher auch der eine oder andere der am Schluss des 40-Minuten-Auftritts kräftig applaudierenden Zuschauer.
Kurz nach halb elf ist Sterne-Zeit - nicht nur über der Wiese draußen, sondern auch im Inneren des Star Clubs. Wie immer schlendern die vier Jungs entspannt und unprätentiös zu ihren Instrumenten. Kurze Ansage ("Wir sind einen ziemlich langen und weiten Weg zu euch nach Dresden gekommen…") und los geht's. Erst mal ein paar Stücke der (Noch-)Neu-Veröffentlichung "Räuber und Gedärm", dann schon "Universal Tellerwäscher". Klar, dass spätestens jetzt die Post richtig abgeht. Auch wenn der Saal nicht so voll ist wie vor 16 Monaten (liegt es am undankbaren Montagstermin??) - alle Anwesenden haben sichtbar Spaß mit der Sterne-Mugge.
Die Sterne selbst wirken etwas müde, besonders Franks Augen sieht man die zurückliegenden Rock'n'Roll-Abende deutlich an. Mit zunehmender Konzertdauer wird's aber besser. Jetzt erwacht auch Keyboarder Richard aus seiner Starre und tänzelt cool hinter seiner Orgel.
Mitten im Konzert dann ein Experiment. Stefanie, ein Mädel aus dem Publikum, meldet sich als Freiwillige, um einen Sterne-Text live on stage zu rezitieren. Macht sie ziemlich professionell, so dass ihr der Publikumsbeifall sicher ist. Und Frank kann während dessen gemütlich aufs Klo gehen.
Danach rocken die vier Jungs bis zum Umfallen weiter, diverse Zugaben inklusive. Unglaublich, wie viele Hits die Sterne schon gemacht haben. Apropos Hits. Auch outfittechnisch gab's Hitverdächtiges. Frank in der Mitte im karierten Hemd, rechts und links von zwei gestreiften Kollegen an Bass und Keyboars flankiert. Interessantes Arrangement. Der modische Knaller saß aber hinter den Drums: Christoph trug tatsächlich ein Original-Dynamo-Dresden-Trikot. Sehr sympathisch.
Neben diesen Hinguckern gab es natürlich auch "Hinhörer". Höhepunkt und überzeugender Beweis der musikalischen Fähigkeiten der Sterne: Ein minutenlang bis zur Extase zelebriertes Stück. Großartig. Die leichte Müdigkeit scheint wie weggeblasen.
Hat Spaß gemacht dieser Abend. Und demnächst geht ja auch die Open-Air-Saison wirklich wieder los. Da kann man dann auch die Sterne unter (sternenklarem) Himmel erleben.
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Text: Stefan
Fotos: Cordelia
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