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STARS Live am 21.9.07 in der Scheune Dresden
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Plastikblumen im deutschen Montreal
Wenn man ihr auf den Grund geht, ist es natürlich profane Popmusik, welche die kanadischen Stars zu Gehör bringen. Allerdings weisen diese Popsongs einen hohen Suchtfaktor auf. Um den wissen auch die Dresdner, die am Erscheinungstag der materiellen Variante der neuen Stars-Platte - als Download gab es "In Our Bedroom After The War" bereits Wochen vorher legal im Netz - in die Scheune gekommen sind.
Auf der popmusikalischen Sympathieskala stehen Stars weit oben - sie vermitteln ihrem Publikum glaubhaft, dass sie lieben, was sie tun. Allein Gitarrist Steve Ramsay steht recht unbeteiligt am linken Bühnenrand. Und auch Sängerin Amy Millan, der man die zarte Album-Stimme nicht unbedingt ansieht, braucht ein bisschen, um auf der Bühne "anzukommen". Sänger Torquil Campbell dagegen ist von Beginn an sehr präsent. Ihm merkt man seine Schauspiel-Erfahrungen (u. a. "Sex and the City") an: Von ausgelassen bis schmachtend beherrscht Campbell ein vielfältiges mimisches Repertoire, wobei oft so etwas wie ein ironisches Augenzwinkern zu beobachten ist. Und er lässt das Publikum teilhaben an seiner Freude, zum wiederholten Male in der Stadt zu sein, die für ihn so etwas wie das deutsche Montreal ist. Sagt es und nippt einmal mehr an dem mit reichlich Eiswürfeln versehenen Longdrink in seiner Hand. Campbells Stimme erinnert immer wieder an Morrisey, was im Übrigen auch für einige Songs gilt. The Smiths sind eben erklärtes Vorbild. Auch Schlagzeuger Pat McGee, ein schräger Typ mit lustiger Brille und Mütze, und Bassist Evan Cranley mit seinen kantigen Bewegungen versprühen einen Charme, dem man sich schwer widersetzen kann.
Die Setlist ist der erwartete Mix aus älteren und neueren Stücken. Da lässt es sich lustig mitraten: Auf welcher Scheibe ist noch mal dieses oder jenes Lied? Am Ende stehen auf der Haben-Seite fast anderthalb Stunden gediegene Popmusik, die sich auch vor Pathos und Kitsch nicht scheut. Da sind die vielen Plastikblumen, mit denen die Bühne dekoriert ist, nur konsequent
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