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Splashgirl "Pressure" (Hubro, 19.08.2011)
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Skandinavische Musikdüsternis kann Weiten zwischen Folk und Jazz aufmachen, die endlos Intensität in sich bergen. Splashgirl beginnen ihr neues Werk "Pressure" mit einem solchen Stück. Als stamme es aus alten Wikingertagen: die Crew an Bord, auf Fahrt durch mysteriösen Nebel, alles ist still und die unergründliche Finsternis des weißen Nebellichtes hüllt alle Gedanken ein. So trommeln und spielen sie. Kaum einen lebhaften Level erschaffend, nur knapp über dem Nichts mit wenig Aufwand großen Eindruck machend. Mystisch-sphärische Electronics, countryeske Jazzgitarre, Wikingertrommeln - lyrischer Krach, zartes Dröhnen, laszive Dramatik, Gewalt in Empathie.
Nicht ganz halten Splashgirl "Pressure" auf diesem hohen Stille-Niveau. Aber doch überwiegend. Der Stehbass ist als markantes Zentrum gesetzt, um das verhangene Electronics rauschen. Das Schlagzeug donnert nie gewaltig, setzt zarte Töne. Becken schweben, Gitarrensaiten sirren, Schwermut gießt sich wie Blumenrausch aus, die Songs wirken eisig kühl und überheiß zugleich, Sonnenwind und klirrende Eiseskälte im einander umfangendem Spiel, sich die Intensität nicht nehmend. Seltsam. Nicht billig, keine Sekunde langweilig oder langatmig, stets spannend, ohne esoterische Süße.
In sich pulsierende Themen werden in minimalistischer Stetswiederholung hochgetourt & aufgefahren, bis sie laut & donnernd dröhnen und sodann fallen gelassen werden, dass der dunkelsüße Melancholiefaden in Seligkeit zerfließt. Nächster Song.
Die Band wird sicher vergnügte Freude entwickelt haben: sein Publikum wieder in tiefste Laszivität zu schicken, den Soundtrack für die Einkehr zu liefern. Gleichzeitig werden Splashgirl der Intensität ihrer eigenen Stücke verfallen sein. Wie sonst könnten sie diese Einzigartigkeit so hingebungsvoll und genial zelebrieren.
hubromusic.com
VM
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