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Spiritus Mortis "Spiritus Mortis" (Firebox Records 2009)
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Wer reitet kaum erspäht mit Macht ganz gschwind? Es ist der Metzger auf seinem Rind. Dies war der erste verbale Ausdruck, der mir beim Hören dieses Albums in den Sinn kam, auch wenn das Anfangsstatement sich konsequent jeglicher Sinnhaftigkeit entzieht. Aber liegt nicht gelegentlich der Sinn im Unsinn... Jedenfalls ist das soeben erwähnte, auf dem Weg zur Schlachtbank befindliche Rindfleisch von Finnen durchsetzt. In diesem Falle hören sie auf folgende Namen: Sami Hynninen (Gesang à la bon-hör), Jussi Maijala und Kari Lavila (Gitarren), Teemu Maijala (Bass) und Jarkko Seppälä (Schlagzeug). Man glaubt seinen Ohren nicht, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass es sich hier erst um die dritte Scheibe dieser Formation handelt. So gut abgehangen und abgegangen habe ich selten Doom-Metal erlebt; Slo-Mo-Perfektion, die äußerst variantenreich gegen die Trommelfelle der Rezipienten hämmert. Atmosphäische Klänge, die in einer Liga mit Candlemass oder Solitude Aeternus anzusiedeln sind. Bisweilen erinnert mich Sami sogar an einen tiefer gelegten King Diamond. Das hat Klasse und könnte aufgrund der gelegentlichen Tempoverschärfungen selbt Power Metal-Freaks mit einem (im Doom verpöhnten) Dauergrinsen erfüllen. Was will man mehr? Na, ist doch klar: Mehr davon!
spiritusmortis.com
Frank Bender
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