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SEEED, Live am 28.7.2007 bei den Filmnächten am Elbufer Dresden
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Dickes Ding in Dresden
Wenn die SEEED-Beats die heimischen Boxen zum Beben bringen, ist "Ruhig-sitzen-bleiben" passé. Was passiert da erst, wenn SEEED live spielen, vor 10.000 Menschen in Partylaune? Die Probe aufs Exempel konnte man am Dresdner Elbufer machen, als das elfköpfige Dancehall-Kollektiv unter freiem Himmel den Beats huldigte.
War auf der letzten Tour noch rot die alles dominierende Live-Farbe, so bestimmt aktuell grün sowohl die stylishen Anzüge als auch das Bühnenbild. Letzteres ist mit der angedeuteten Silhouette um den Fernsehturm nach wie vor eine Referenz an die geliebte Heimatstadt Berlin, nun eben in grün. Etwas rot und damit die visuelle Brücke zur letzten Konzertreise ist dann aber doch im Gesamt-Bild vorhanden: Der pompöse, geraffte Vorhang, der sich wie im Theater zu Beginn der "Vorstellung" hebt - und am Ende senkt. Das Ambiente ist perfekt inszeniert, ganz so wie die Tanz-Bewegungen: Wenn insbesondere die drei Lead-Sänger jeden einzelnen Beat physisch adäquat umsetzen, schwappt die Dancehall-Reggae-Welle ganz von allein ins Publikum. Da gleich zu Beginn mit "Dancehall Caballeros" eine DER SEEED-Hymnen erkling, gibt es von der ersten Minute an stimmungstechnisch keine Fragen mehr. Immer wieder gehen bis in die letzten Reihen 20.000 Hände in die Höhe - und vertreiben irgendwann auch den zwischenzeitlichen Regen. Dazu bewegen sich Tausende Körper, springen mit strahlenden Gesichtern in die Luft. Diese Party läuft wie geschmiert. Auch danke der drei dunkelhäutigen weiblichen Schönheiten die immer mal wieder die SEEED-Textzeile "Hey Baby, schwing' dein Teil" optisch perfekt in Szene setzen.
Nach einer guten Stunde die ultimative SEEED-Hymne: "Dickes B" - wie so viele Songs der insgesamt drei regulären Alben in einer speziell arrangierten, spannenden Live-Version. Die Ankündigung, dass es das Schluss-Stück ist, glaubt wohl niemand. Und so dauert es zwar einige Minuten, aber dann sind sie zurück. Zunächst Drummer und DJ mit einem Solo zu einer Christina-Aguilera-Nummer! Dann auch der Rest der Truppe, jetzt in silber-grauen Anzügen. Die grüne Hintergrund-Deko fällt und ein überdimensionales SEEED-Banner erscheint unter dem Jubel der Fans. Für eine weitere knappe halbe Stunde vibriert die Luft unter den Dancehall-Beats - übrigens in einer 1-A-Soundqualität. Nach anderthalb Stunden fällt der Vorhang endgültig. So viel Spaß, so viele gute Laune-Beats, so viel Party erlebt ein Konzertbesucher selten. Einige Open-Airs spielen SEEED noch in diesem Jahr (siehe Termine), darunter drei Mal in der Berliner Wuhlheide. Zwei der drei Auftritte sind bereits ausverkauft!
seeed.info
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Text: Stefan
Bilder: Cordelia
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