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14. Satanic Stomp in Speyer
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Lange Haartollen, Pomade und hochgekrempelte Jeans
Lange Haartollen, Pomade und hochgekrempelte Jeans - wer die Rock'n'Roll Subkultur live erleben will, muss unter Umständen weit hinausfahren.
Doch auch dieses Mal pilgerten über 100 Psychobilly und Rockabilly Anhänger aus ganz Europa zur Halle 101 in Speyer, zum 2-tägigen "14. Satanic Stomp" Festival, ausgerichtet vom Fanzine "Metal Hell". Ein echtes Highlight der Szene, hatten sich doch insgesamt 13 Top-Bands, darunter auch "Demented are go", "Klingonz", "Restless" und "Batmobile" angekündigt.
Am Freitag, dem 26. März 2004, lockten schon ab 20 Uhr die "Roadrunners" erste Festivalbesucher in die Halle, angesichts des frühen Abends ein recht gut besuchter Auftritt. Es folgten "Heartbreak Engines", die neue Band des "Pitmen"-Bassisten Grischa. An diesem Tag allerdings ohne 2. Gitarristen, denn der wurde grade Papa. Die Menge feierte es gebührend, bereits jetzt war die Halle voll.
Anschließend sorgten "The Rattlers" für eine ausgelassene Stimmung bei den allen Rockabilly-Fans.
Eine echte Überraschung waren dann die "Horrorpops", einem Nebenprojekt des "Nekromantix"-Frontmannes Kim, der hier E-Gitarre spielt. Sängerin Patricia am Slap-Bass begeisterte ihr Publikum mit melodischer Stimme, ihre 2 GoGo-Girls Mille und Camilla heizten dem überwiegend männlichem Publikum richtig ein. Die einen tanzten wild, andere genossen einfach nur still nickend die Show der Mädels. Nach dem letzten Song des neuen Albums "Hell Yeah" konnte sich selbst Köfte von "Mad Sin" nicht mehr beherrschen und kam zur Zugabe "Rebel Yell" (Billy Idol) mit auf die Bühne.
Etwas gelassener ging es weiter mit "Restless", einer der Neo-Rockabilly Kultbands schlechthin. Zum Schluss brachte Schlagzeuger Ben Cooper sein Solo dann im stehen.
Weit nach Mitternacht folgten dann als letzte Band des Abends "Demented are go", die, wie erwartet, mit frecher Bühnenshow, blutiger Maske und schnellem Punkabillysound die Zuschauer zum wilden "pogen" aufforderten.
Weiter gefeiert wurde dann nur noch draußen, in einem der vielen Autos oder Wohnwagen, auf dem-zum Glück-abgelegenen Parkplatz der Halle 101.
Am nächsten Morgen wurde dann wohl erst mal richtig ausgeschlafen, oder man genoss den Sonnenschein bei einem kleinen Spaziergang durch Speyer-für viele Einwohner ein seltsamer Anblick, angesichts der vielen "Frontlocken".
Bereits gegen 17 Uhr öffnete dann das Festivalgelände, für die Fans die Gelegenheit, im großzügig gestalteten Merchandise-Zelt nach T-Shirts und Plattenraritäten zu stöbern, oder mit Pizza und kühlem Bier die Lebensgeister zu wecken.
Ab 17.30 Uhr versuchte dann die erste Band "Swindle" die noch müden Besucher anzulocken, leider mit nur mäßigem Erfolg. Etwas besser erging es da schon "Evil Devil" aus Italien. Der charismatische Sänger im Minirock sorgte für gute Stimmung, nicht nur bei den italienischen Fans und die Halle füllte sich langsam. Es folgten "Lucky Devils" mit einem Mix aus 50er und 60er Jahre Rockabilly, Garage und Surf.
Weiter ging es mit den "Klingonz", einer der Top-Bands der Psychoszene. Mit spaciger Bühnenshow begeisterten sie ihr Publikum und ihre knappen Silber-Stringtangas boten endlich auch den weiblichen Besuchern einen angenehmen Anblick.
Anschließend spielten "Long Tall Texans", die mit melodischem Rockabilly für gute Laune sorgten. Was den "Dead Kings" anschließend leider nicht gelang. Die Patchworkband, zusammengesetzt aus "Demented are go", "Nekromantix", "Mad Sin" und den "Klingonz" legte, trotz Tonpanne, einen guten Auftritt und brachte die Menge zum "pogen". Sehr verärgert zeigte sich Köfte von "Mad Sin". Er wusste zum Schluss nicht mehr, ob er den Verantwortlichen schlagen oder auslachen sollte.
Nicht ohne Grund hatte der Veranstalter sie bis zum Schluss aufgehoben: "Batmobile" aus Holland. Schneller, lauter Rockabillysound und unzählige Zugaben bis zur Extase sorgten sie für einen gelungenen Abschluss.
Alles in einem ein Besuch, der sich für alle Rock'n'Roll-Fans, Psychobillys, Punks oder Skins gelohnt hat. Und selbst die Security ist positiv überrascht. Ein durchaus friedliches Wochenende.
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