|
Razor Wire Shrine "The Power of Negative Thinking" (Progressive Music Management, VÖ: 11/2008)
|
Tief Luft holen - und in die 40 Minuten der 7 Tracks eintauchen. Die Noten liegen hier so eng, dass keine Sekunde bleibt, neuen Sauerstoff in die Zellen zu bringen. Razor Wire Shrine - R.W.S. - Chris Rodler (g), Brett Rodler (dr) und Mike Ohm (g, Ambitious Noise) - probieren sich erneut am extrem technischen Metal der progressiv komplexen Art. Weitere Anteile: Jazz Fusion, Funk, Post Bop, Electric Jazz. Fazit: passt.
7 Songs, 4 bis 7 Minuten lang. Die Tracks so lang werden zu lassen, ist in dieser notenintensiven, extrem virtuosen, motivreichen und knüppelbreaklastigen Artmusik die große Kunst. Das Vorgängerwerk ist ein paar Jahre her, hat nicht ganz diese brachiale Härte, kommt in Stil und Intention diesem Werk aber sehr nahe. Das Trio hat seinen Stil gefunden und arbeitet sich tief ins instrumentale Geflecht hinein. Es ist eine Lust, diesem Dröhnen und Donnern, dem Geflatter und Geschnatter der Gitarrenflitzereien zuzuhören und sich den Kreislauf verwirren zu lassen, dass Wohnzimmersesselsitzen angezeigt und gesund ist.
Das Trio tritt auch live auf, wahrscheinlich kippen die Zuschauer dabei reihenweise um, weil die Konzentration auf die Musik die notwendigen Körperfunktionen unterminiert. Langweilig ist hier schon gar nichts. Wer jedoch kein Interesse an "Gitarrengewichse" und "Komplexgedöns" hat, wird sicherlich keine Freudentränen weinen, wenden sich ihm diese Töne zu.
Doch wer Interesse an technischem Metal hat, das Jazz und Prog in sich vereint, Vokalstimmen rausgeschmissen hat und komplett Konzentration ist, verflixte und verteufelte Soli drauf hat und roundabout sagenhaft unterhält, darf sich diese Platte kaufen müssen. Hört rein!
youtube.com
pmm-music.net
myspace.com/razorwireshrinemusic
VM
Zurück
|
|