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Random Touch "A True Conductor Wears a Man" (Roadnoise Productions/Token Boy Records, VÖ: 21.10.2007)
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Random Touch zeigen auch mit ihrem achten Album "A True Conductor Wears a Man" die stete Entwicklung aus der konkreten in die improvisative Musik. Christopher Brown (dr, electr, perc), James Day (keys, synth, comp) und Scott Hamill (g, mand) sind um Matthew Ebbin (Videokamera) reicher geworden. Letzterer hatte bereits 1998 für die Band Aufnahmen gemacht und die Visualisierung ihrer äußerst abstrakten melodischen Vorstellungen auf ebenso befremdliche, geheimnisvolle Weise festgehalten.
Nach wie vor sind Christopher Brown und James Day die kreativen Köpfe des experimentellen Ensembles. Beide komponieren die Sounds und Klänge, die aus Rhythmus, Ton und Stille eigenwillige, manchmal ambiente, manchmal anstrengende Songs machen.
Die 14 Tracks des neuen Werkes folgen der bereits auf den vorhergehenden Alben angegangenen Richtung in die Stille. Die Songs werden leiser, leichter, ohne jedoch an Abstraktheit und Ausdruck zu verlieren.
Begriffe wie Jazz und Rock finden nur noch partielle Bedeutung. Elektronische Klänge, verwirrende und wirre Rhythmen, raue elektrische Gitarrenklänge und die (wenig aktive) Stimme von Christopher Brown gehen von Stilen und Strukturen weg, ohne ganz auf melodischen/harmonischen Inhalt zu verzichten.
Erstaunlicher Weise spielen sich die ordentlich "schrägen" und gebrochenen Strukturen auf sehr harmonischen Bahnen ab. Fließende elektronische Ströme klingen warm und angenehm, während der über sich selbst stolpernde, stets gebrochene Rhythmus, der keinem Tanz Basis bieten kann, als weiterer melodischer Anteil den Klangraum weit und virtuos macht.
Verwegen, was das Quartett sich erdenkt und uns einspielt. Verwegen, potentielle Hörer so weit aus ihren gängigen Bahnen zu reißen, aber auch, Avantfreaks so weit in die Harmonie zu treiben, ohne diese zu unterfordern.
Pop findet nicht im Ansatz statt. Jede Harmonie, jeder rhythmische Ton hat seine Strenge, seine Erhabenheit, hat künstlerischen Inhalt und in allem entspannte, luftige Leichtigkeit. Selbst wenn die harte elektrische Gitarre für knarzig-harsche Töne sorgt, die wie Skulpturen im hellen Raum stehen, tut kein Ton weh. Ganz im Gegenteil, gerade diese weiche lichte elektronische Seite der Songs findet im harschen Gitarrenklang seine raue Ergänzung und macht "A True Conductor Wears a Man" zu dem klangvollen, neugierig machenden Album, das es im besten Fall nur sein kann. Gute Musiker!
randomtouch.com
VM
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