Portugal.The Man, live am 30.09.2008 im Beatpol Dresden

Alaska-Monster on tour

Wasilla, diesen Namen muss man sich wohl in Zukunft einprägen. Irgendwie kommen die krassesten Leute aus dem Sechseinhalbtausend-Einwohner-Kaff in der Einöde Alaskas. Neben Frau Palin stammen nämlich auch Portugal.The Man aus Wasilla. Letztere machen eindeutig mehr Spaß als erstere und sie klingen auch besser, sie klingen sensationell. Ihr auf den ersten Blick krude anmutende Verschnitt aus Post- und Glam-Rock, Soul und Hardcore funktioniert nicht nur auf Ton-, oder sollte man heutzutage lieber sagen Datenträger bestens, sondern ist auch live ein absolutes Schmeckerchen.



Denn die in der Live-Version mit fünf männlichen und einem weiblichen Alaskaner daherkommende Truppe ist ein virtuos lärmendes, schwerstens arbeitendes Bühnenmonster mit einer, sorry für diesen Ausdruck, veritablen Engelsstimme.
Frontmann John Gourley schilderte einst in einem Interview den Schock ihrer allerersten Europa-Tour, wo im Unterschied zu den Staaten viel längere Sets üblich sind - was Portugal.The Man vor zwei Jahren vor nicht unerhebliche Probleme stellte. Mittlerweile ziehen sie auch in dieser Beziehung an den meisten Kollegen vorbei: eineinhalb Stunden Show plus Zugabe plus After-Show-Party am anderen Ende der Stadt - so geht Rock'n'Roll.

Text: André Hennig
Fotos: Stefan



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