Popa Chubby "The Fight Is On" (Provogue Records, VÖ: 22.02.2010)

"The Fight Is On" sind 60 Minuten fetter harter Bluesrock von dem Mann, der kaum von einem Sturm umgeblasen werden kann, wie es ausschaut. In 12 Songs verpackt, die 3 bis 7 Minuten lang sind, in ihren instrumentalen Arrangements schön aufwendig, knackig und funky, locker und saftig, satten Rock'n'Roll und jede Menge nette Gitarrensoli drin und drauf haben und sofort ins Blut wie in die Füße steigen.
Rock'n'Roll, scheint's, hat es schon seit 1.000 Jahren gegeben und wird es in 1.000 Jahren noch geben, weil diese Musik kein Ende hat und die knackige Rocksprache der rhythmisch zackigen und breaklastigen, mitreißenden Songs jede Generation unterhalten und ausführen kann, dass der Eagle fliegt (was in hiesigen Gegenden wissenschaftliche Abbildungen, Eichenlaub und historische Köpfe wie Gebäude sind, was halt so drauf ist auf Euro und Cent) und sexuelle Energie noch ins letzte Glied (…) springt. Das macht den Freitagabend süffig, baut den Alltagsstress des von seinem dämlich Job gelangweilten und genervten Rockfan ab und gibt ihm das Gefühl, nicht gleich 'ne Knarre in die Hand nehmen zu müssen, um sich am Rest der Welt abzureagieren, es geht auch mit diesem guten alten, stets jungen Sound. Popa Chubby lässt es nicht so heftig krachen, wie viele seiner Kollegen. Er macht mal auf Poser, mal auf Melodic Rock, macht aus "Ace Of Spades" wilde Unterhaltung ohne besondere Aggressivität, kann Balladen und Funk, Liebeslieder, gar Punk und Country, Rap nicht minder und plättende Bluesrocker mit Megagitarren. Alles da.
Der große Mann hat einen Sinn für die Details, seine Songs profitieren von der Sensibilität ihres Riesen, der sich im Booklet selbstkritisch und ironisch als das darstellt, was er ist: als starker stabiler Mann mit Selbstbewusstsein und Humor, der es drauf hat, Groove-satte Songs zu produzieren und das lechzende Auditorium gut zu unterhalten.

popachubby.com
provoguerecords.com
VM



Zurück