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PLACEBO, Live am 6.6.2007 in der Jungen Garde Dresden
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Und das Licht blieb an
12 Jahre ist es inzwischen her, dass Placebo ihren ersten Gig absolvierten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit um einiges aufgeregter und kantiger als an diesem lauen Sommerabend in der Dresdner Jungen Garde. Die Freilichtbühne bot, auch wenn sie nicht ganz ausverkauft war, eine imposante Kulisse für das Trio, das an den Positionen Keyboard und Bass/Gitarre verstärkt wurde.
Auf die Minute pünktlich um 20 Uhr erklangen die ersten Akkorde. Dass es zu dieser Zeit noch taghell war, erwies sich als deutliches Manko insbesondere für die visuellen Showelemente wie die im hinteren Bühnenteil positionierten und neonartig beleuchteten Kästen. Die Stimmung im amphietheaterähnlichen Rund war dessen ungeachtet von Beginn an gut, auch wenn die Stücke des aktuellen, 2006 erschienen Albums "Meds" nicht bei allen zündeten respektive "mitsingbekannt" waren. Aber spätestens bei den Hitnummern "Every you every me", "Taste in men", "This picture" etc., die ab Konzertmitte das Set bestimmten, waren die Placebo-Fans - ob nun 16 oder 36 Jahre alt - eins mit ihrer Band. Und dafür mussten sich die Herren nicht einmal besonders abmühen. Es genügte, dass sie ihr Programm herunterspielten. Das machten sie solide. Besonders Stefan Olsdal zeigte sich mit zunehmender Konzertdauer immer verliebter in seine Verzerrer und Verstärker. Eine echte Interaktion zwischen Band und Publikum indes blieb aus, was sicher auch an der Einsilbigkeit von Brian Molko lag. Vielleicht sind 63 Gigs in der Zeit zwischen dem 19. Mai und 8. September einfach zu viel, um jeden Abend ein Partyfeuerwerk abzubrennen. Vielleicht hat aber inzwischen auch die Coolness bei Placebo gesiegt. So ging man nach anderthalb Stunden leicht unbefriedigt nach Hause. Richtig dunkel war es selbst jetzt noch nicht.
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