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Oxomaxoma "Espíritus En Rojo Y Negro" (Luna Negra 2002)
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Die Mexikaner Oxomaxoma musizieren auf den Spuren der Residents. Eigenartige elektronische Avantgarde-Songs mit peitschenden Electro-Drums und schwer düsterem Charakter quälen sich aus den Boxen. Der Klang der Songs scheint hinter einer Art Schleier zu liegen oder aus dem Nebenzimmer zu kommen, was den Avantgarde-Charakter verstärkt und meint: Hallo Residents, wir sind Oxomaxoma! Und wir spielen eure Musik. Dabei bleibt es nicht, im Laufe des Albums verändern sich die Stilarten immer wieder. Mal wird ein hartes Dance-Stück gespielt und der Sänger brüllt aus dem Nebenzimmer, das die Mikros übersteuert aufnehmen. Mal geht es lasziv poppig zu, mal hat es schon fast Folklore-Charakter. Immer etwas neben der Spur und mit reichlich schrägen, disharmonischen Tönen. Eigenartig, befremdend und faszinierend zugleich. So hat etwa die No Wave Szene Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger Jahre gearbeitet, bevor sie im Disco-Pop unterging. So waren die Anfänge der Gothic-Szene, die längst auf anderen Planeten arbeitet. Ähnlich war der Beginn von Industrial. Oxomaxoma sind weit von jedem Mainsteam entfernt, sie entwerfen eine Avantgarde, die wilder und mystischer nicht sein könnte. Mal nur Percussion, percussive Keyboardtöne und die verhallte Stimme des Sängers, der unmelodisch "singt". Mal quäkige elektrische Gitarre, Computerdrums, Noise und Computerstimme - wer auf Ausgefallenes, Schräges und doch Popartiges steht, sollte unbedingt diese Platte testen. Es könnte sein, dass er ein heimliches Highlight entdeckt.
VM
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