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Neue Regel "In A Word" (Nu Paradigm Music 2004)
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Neue Regel wäre ein guter Name für eine deutsche Band aus dem stilistischen Umfeld von Die Sterne oder Juli. Aber bevor einer jungen deutschen Popcombo der witzige Name einfiel, hatten ein paar Jungs aus Down Under bereits zugeschlagen. Wie kommen die Australier darauf, sich einen deutschen Namen zu geben?! Klingt dort gewiss cool und war damit wohl eine gute Idee.
Die Entstehungsgeschichte der Band war alles andere als einfach. David Bellion (voc, g) und Dakotah Rhoad (g, key) wollten bereits 1991 eine Band gründen, fanden aber keine entsprechenden Mitstreiter und spielten als Duo Eldritch das Demo "Divine Equilibrium" ein, das von der Kritik als zu experimentell zerrissen wurde (dürfte also zumindest interessant gewesen sein!). Ein weiteres Jahr ging ins Land, ohne dass sich ein weiterer Musiker anfand, so war es um Eldritch geschehen.
Bellion wurde Sänger bei der Melbourner Band Vandeville Clowns, aus der erst Vaudeville und schließlich Vauxdvihl wurde. Nach ein paar Demos war auch hier Fini. Bellion gründete mit dem Bassisten Corey Betts Midnite, später starteten die beiden das Prog Metal Projekt Star Chamber. Während der Aufnahmen des geplanten Album, wann sonst, zerbrach die Band. Bellion verließ das Musikbiz, Corey Betts bekam einen Job bei der Metalband Pegasus.
Währenddessen war Rhoad Sessionmusiker in einem klassischen Projekt namens Fionvara. Später veröffentlichte er 3 Solo-CDs unter dem Namen Andrew Persi und nahm mit der Opernsängerin Victory Day 4 CDs unter dem Namen Michael Angela auf.
11 Jahre nach ihrem ersten Bandversuch, 2002, kamen Bellion und Rhoad wieder zusammen und gründeten mit Mark Stone (dr) und Corey Betts (b) Neue Regel.
"In A Word" klingt so einfach, wie schwierig die Musik ist. Das Quartett bevorzugt komplexen Prog Metal, der große Ähnlichkeit zu Queensrÿche hat und ähnlich anspruchsvoll ist. Vielschichtige Arrangements und dramatischer Gesang bestimmen das Geschehen, es hat den Anschein, als seien die losen Parts der Songs nicht so ganz miteinander verknüpft, die Stücke klingen in ihrer Komplexität etwas zerstreut und unkonzentriert, wirken schwer und überladen, sind aber für Fans von komplexen Prog Metal gewiss der Genuss schlechthin. Doch weder gehen Neue Regel sehr hart zur Sache, noch kann man sie mit der Masse der Prog Metal Bands in einen Topf werfen. Zu eigenwillig sind die Songs. Neoprog Jünger und Prog Metal Fans können mit der CD glücklich werden.
justforkicks.de
VM
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