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Magma "K.A - Köhntarkösz Anteria " (Seventh Records 2004)
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Magma sind heute: Bandgründer und -leader, Komponist und Texter Christian VANDER - Zebëhn Straïn de Geustaah (dr, voc, perc), Stella VANDER - Tauhd Zaïa (voc, perc),
Isabelle FEUILLEBOIS - Enör Zanhka (voc), Himiko PAGANOTTI - Okita Sgëhmka (voc),
Antoine PAGANOTTI - Wöss Këmkah (voc), James MAC GAW - Staiïss Ësslëhnt' (g),
Emmanuel BORGHI - Iüsz dëh Dzeuhr Ëmëhnëtt (key), Frédéric d'OELSNITZ - Loï Dëwëhlünn (key) und Philippe BUSSONNET - Gëhnohr Dügohnn' (b).
Nach zwanzig Jahren gibt es nun ein neues Studio-Werk. Komponiert wurde "K.A" allerdings schon vor 30 Jahren, und ist als Missing Link zwischen Mekanïk Destruktïv Kommandöh and Köhntarkösz zu verstehen. Doch die Neuinterpretation der alten Komposition, die vielen Jahre zwischen Komposition und Interpretation und die neue Band machen daraus natürlich etwas ganz anderes, als wäre das Material bereits damals eingespielt worden.
Vor jedem kritischen Gedanken empfinde ich darüber, dass Magma überhaupt wieder ein neues Werk im alten Geist aufnehmen, als überaus beglückend. Allein als Fakt, ohne die Musik gehört zu haben.
Doch als die CD im Player zu rotieren beginnt und die dramatische Dichte sich Raum bricht, bin ich hin und weg. Magma sind heute sehr viel vokallastiger. Die "Chants" nehmen großen Raum ein, die instrumentale Seite, damals stärker und härter präsent, hat sich eingefügt in das Konzept. Ähnlich wie sich bei Art Zoyd (natürlich nur ganz anders!) im Laufe der vielen Jahre die Musik verändert hat, ist es auch bei Magma geschehen. Die harten Brüche schon in den Siebzigern, erst recht in den Achtzigern und das allgemeine Klima in der populären Musik haben ihren Anteil daran, aber wie viel mehr der personelle Verschleiß!
K.A I (11:13), K.A II (15:54) und K.A III (21:51) sind die drei Teile des Werkes.
Magma-Fans werden begeistert sein. Was sich in den letzten Jahren in Konzerten bereits gezeigt hatte, verstärkt sich hier. Die neue Band ist extrem gut und stur wie russischer Ochse. Dabei ungemein flexibel und spielverliebt. Die jazzigen Motive, überhaupt das instrumentale Gewand, gehen fast opernmäßig im Gesamtkonzept auf. Der Anteil solistischer Eskapaden ist äußerst gering, die Instrumente, selbst Vanders typisch versiert illustres Schlagzeugspiel, verstehen sich eher in der Untermalung der Gesänge, als dass sie Raum für Extravaganzen nutzen. Trotzdem sind die drei Parts reich und sehr lebendig umgesetzt worden.
Hoffentlich kann "K.A" als Auftakt verstanden werden. Möglicher Weise sind weitere der damals geplanten Werke auch schon vor langer Zeit komponiert worden und harren des richtigen Augenblicks. Neueinsteiger sollten sich die Klassiker vornehmen, Kobaianer brauchen "K.A" natürlich.
seventhrecords.com
VM
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