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LAB "Where Heaven Ends" (Drakkar / Sony / BMG) VÖ: 29.03.05
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Seit es Bands wie HIM, Apocalyptica und The 69 Eyes nach Deutschland geschafft haben, hat man hierzulande eine ungefähre Vorstellung davon, wie der hohe europäische Norden klingt. LAB kommen von eben dort - aus Finnland, um genau zu sein - und reihen sich mühelos ein in die angedeutete Riege der nordischen Combos.
Auffälligster Unterschied zu erwähnten Bands: die weiblichen Vocals von Ana, die dank ihrer ergreifenden Stimme den Stücken von LAB einen melancholisch-pathetischen Stempel aufdrückt. Ana leidet quasi bei jedem Song selbst mit (ein diesbezüglicher Höhepunkt: "Torture For Two") und schafft es so, den Hörer emotional zu packen. Aber auch die anderen Bestandteile des LAB-Klanguniversums widerspiegeln das finnische Temperament, zu dem immer eine gewisse Traurigkeit und Dramatik gehören. Seien es die Pianobögen ("When Heaven Gets Dirty"), die hymnischen Melodien ("Raining Dogs") oder auch mal schnellere, rockigere Klänge. Das Gesamtbild des Albums bleibt rund und geschlossen. Sicher auch ein Verdienst von Produzent Hiili Hiilesma (HIM).
Das Rezept von LAB ist zwar nicht neu (erinnert sei an Nightwish, Within Temptation, Muse, Coldplay …), aber vielleicht ist da ja noch ein Stuhl frei zwischen all den bekannten Namen. Obwohl die Nähe zu den erwähnten Bands nicht zu übersehen ist, überzeugen LAB nämlich durch einen eigenen Stil. Davon scheinen auch Zeraphine überzeugt zu sein und so nehmen sie die Finnen prompt mit auf ihre Frühjahrstour. Die Chance für Ana und ihre Kollegen dann dem Publikum live zu zeigen, wo der Himmel endet.
labplanet.net
Stefan
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