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KLEZ.E, Live am 26.02.2009 in der Scheune Dresden
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Großer Gig vor kleinem Publikum
Klez.e sind derzeit in aller (Kritiker-)Munde dank der aktuellen Veröffentlichung "Vom Feuer der Gaben". Das lässt durchaus Rückschlüsse zu auf ein gut besuchtes Konzert. Doch die Scheune in Dresden ist sehr übersichtlich gefüllt. Gut, es nieselt ein wenig. Aber das kann wahrlich nicht als Entschuldigung für ein Nichterscheinen gelten - zumal der Abendkassenpreis mit zwölf Euro mehr als moderat ist. Genug des Lamentierens. Alle, die nicht da waren, haben was verpasst - das soll bereits an dieser Stelle vorweg genommen sein. Denn Tobias Siebert, u. a. auch bei Delbo im musikalischen Geschäft und Produzent der aktuellen Philipp-Boa-Scheibe, und seine Kollegen sind begnadete Musiker!
Nachdem der Ein-Mann-Support namens Glass and Fishes die angesichts des leeren Saals melancholische Stimmung noch verstärkt hat und einen Vorschlag lieferte, wie man den Bandnamen der Hauptakteure ausspricht ("Klisie"), schlendert das Quintett auf die Bühne. Und auch das Publikum bewegt sich in Richtung der selbigen. Von Beginn an wird klar, dass Klez.e nicht in das Trübsalblasen einstimmen wollen. Auch wenn sie nicht die klassische Rockband sind (sie haben bekanntlich eine ordentliche Portion Elektronik mit an Bord), verstehen sie es doch ordentlich zu rocken. Mittelpunkt ist dabei Mastermind Tobias Siebert. Seine Texte sind live nicht immer ganz verstehbar, was die anwesenden Fans wahrscheinlich kaum tangiert. Sie kennen die Lyrics, die einen wichtigen Teil der Combo ausmachen, ohnehin auswendig. Musikalisch zeigen sich die anderen vier Bandmitglieder von der allerbesten Seite: Sie steigern sich in jeden einzelnen Song mächtig hinein und machen das spärlich gefüllte Haus schlichtweg vergessen. Neben dem klassischen Rockinstrumentarium sorgen Akkordeon, Laute und Vibraphon für ganz besondere Akzente. Wie auf der Platte erinnert der Klez.e-Sound auch live immer ein bisschen an Radiohead. Aber allein die deutschen Texte sorgen immer wieder für einen ordentlichen Abstand.
Wenn am Schluss alle gemeinsam skandieren "Wir wollen doch nur leben", möchte man ergänzen: Und ab und an ein Konzert von Klez.e erleben.



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Text: Stefan
Bilder: André
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