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Jeniferever und Mono, live am 06.04.2009 im Beatpol Dresden
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Montagabendunterhaltung mit Schönheitsfehlern
Was ist besser geeignet, einem stinknormalen Montagabend zu etwas Glanz zu verhelfen, als eine geballte Ladung Postrock-Hypnose? Also. Da ist der Doppelpack Jeniferever/Mono doch genau das Richtige. Offenbar dachte eine nicht geringe Anzahl örtlicher Musik-Connaisseure so, denn für einen Montagabend war der Beatpol mehr als gut gefüllt. Dem Mann hinterm Mischpult allerdings steckte wohl noch das Wochenende in den Knochen, gleich auf zwei Bands angemessen zu reagieren, überforderte den Herrn offenbar. So kam es wie es kommen musste: Jeniferever, als Geheimtipp mit reichlich Vorschusslorbeer bedacht, wurden das Opfer einer zwar höllisch lauten, aber gewaltig fehljustierten PA. Schade das, denn die vier schwedischen Jungspunde zeigten den nachfolgenden Genre-Routiniers aus Japan, wie zeitgemäßer Postrock klingen kann. Klare Sache, Jeniferevers eben veröffentlichtes zweites Album ist gut für einen Tipp des Monats und zu Hause kann man sich sein Soundsystem ja zum Glück selbst einstellen.
Mono hingegen, ebenfalls mit neuem Album am Start, müssen wohl als überschätzt angesehen werden. Ihr verträumt-melancholisches Gezupfe in Abwechslung mit veritablen Gitarren-Freakouts hat zwar über zwei, drei Titel hinweg einen gewissen Unterhaltungswert und reicht offenbar aus, Mädchen zu Tränen zu rühren (Zitat Konzertbesucherin: "Ich habe geweint!"), bekommt aber einen etwas schalen Beigeschmack, wenn man über eine Stunde hinweg immer die gleichen Harmonien zu hören meint. Das reicht, quasi Morricone reloaded, als Soundtrack einer gern auch liebeskummergeschwängerten ziellosen, verregneten Autofahrt durch die Mecklenburgische Pampa, auf der Bühne hingegen könnten etwas mehr Prägnanz und Radikalität nicht schaden.
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