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Jane - Berserker (Paw Tracks 2005)
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Kopfhörermusik. Definitive. Jane ist das Kind von einem New Yorker DJ namens Scott Mou und Noah Lennox (The Animal Collective). Der schreibt über Jane: '[...] It's the dance that gets us going on Jane. [...]'. Und genau das ist Jane sicherlich nicht - tanzbare Musik. Sondern ein meditatives Ambient-Werk zwischen Eno und Reich, doch oft viel voluminöser und vielschichtiger in der Wahl der Klänge. Monolithische Bauten. Der kompositorische Ansatz der Minimal Music in einem großen Soundballon, der langsam mit der beharrlichen Ruhe eines Wales daherschwebt. Subtil verschmieren Jane die Sampletupfer in alle Richtungen. Der Titeltrack etwa ruht 6 Minuten auf einem einzigen Akkord, darüber legen sich helle Choralgesänge und vorsichtige, rhythmische Muster. 'Agg Report' kontrastiert: Ein oder zwei weiche, selten mutierende Synthlinien und verfremdeter Gesang, der Schwerpunkt die pulsierende Perkussion, die selbst wieder kaum über Spärlichkeit hinausgeht.
All das klingt nach Entspannung, nach Selbstfindung innerhalb spirituell entfalteter Soundlandschaften. Aufgenommen inmitten der urbanen Hektik New Yorks. Manchmal auch nach Geduldsprobe, die sich - je nach dem, wie man 'Berserker' behandelt - spätestens mit 'Swan' einstellt. Das ist elektronische Schein-Improvisation, die sich nur langsam entwickelt, und doch nie der Wiederholung zum Opfer fällt. Es hängt von der Stimmung ab, in der man sich befindet. Dann ist 'Berserker' entweder zähflüssig oder eine Reise in eine alternierte, gar schwermütige Realität, die sich ausschließlich durch Klänge definiert. Diese Momente, in denen man einfach flüchten will, hat sicherlich jeder. Darum ist dieses Werk zu empfehlen.
paw-tracks.com
Timo
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