Jack McVea ist einer der zahllosen eher unbekannten Musiker, die in den fünfziger Jahren Tanzmusik gespielt haben. West Coast Saxblaster Bops & Boogie'n'Blows wurde der Sound genannt. Rhythm'n'Blues würde man das heute wohl übersetzen. Viele Einflüsse gingen hier auf. Rock'n'Roll, Blues, Funk, Jazz, Swing, Gospel, Boogie, Straßenmusik, Kirchenmusik - alles, was Spaß machte und gut unterhielt, am Freitagabend in der Kneipe funktionierte und die Masse zum Tanzen und Kochen brachte.
Auf der CD sind 23 Songs zu hören. Louise Beatty & The Savoys singen, die Dame als Solosängerin, die Savoys als ihr Männerchor im Off. Jack McVea ist Anführer der Band, ihr Leader und Tenorsaxophonist, der keine großartigen, kniffligen Jazzfiguren bläst, sondern eingängige Melodien, wie es seine Mitarbeiter tun, die zwar auch mal in etwas schwerere Jazzgefilde ausgreifen, zumeist aber songdienliche Strukturen spielen. Die Songs waren Tanzmusik, die Ebnung für Rockmusik, die mit Elvis Presley und vielen weiteren weißen und schwarzen Musikern gerade aufkam. Jack McVea und seine Band waren schwarz und sie spielten schwarzen Sound.
Christine Chatman am Piano, Chuck Hampton am Schlagzeug, Al Morgan am Bass und Jack McVea am Saxophon waren die Basis, auf verschiedenen der Songs, die meisten sind Vokalstücke, einige flutschig flotte Instrumentals sind darunter, waren Louise Beatty, Rudy Pitts, Al Smith, der Bandchef und weitere Sänger als Gäste dabei.
Heute, mehr als 50 Jahre nach der Einspielung, sind die flotten, hübschen Songs gute Unterhaltung mit viel Humor und Wiedererkennungswert aus einer längst vergangenen Zeitperiode. Die Sänger und das Orchester machen ordentlich Laune, sind perfekte Tanzmusik, haben Blues und Jazz im Blut, und obschon alle Songs leicht und eingängig sind, sind sie doch nicht blöd oder billig.
Jeder Song bringt eine erstaunliche Erkenntnis mit sich: die Arrangements, die hier zu hören sind, sind überwiegend bekannt, weshalb die Songs auch so schnell ins Blut schießen: was diese Combo in den 50ern vorgemacht hat, haben 50 Jahre Popgeschichte Song für Song kopiert und nachgemacht. War alles schon einmal da - und kommt wieder!
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VM
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