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Forsaken - After The Fall (I Hate Records, 2009)
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Maltas wohl wichtigste Metalband mag im großen Musikzirkus keine große Nummer sein - alleine mit dem Fokus auf traditionellen, epischen Doom Metal dagegen, kommt spätestens seit dem 2005er Album "Dominaeon" niemand mehr ernsthaft an dem virtuosen Quartett von der Mittelmeerinsel vorbei. Lange vier Jahre später und ein Labelwechsel später erscheint nun mit "After the Fall" das Folgewerk, welches nahtlos an die letzten Großtaten anknüpft und Forsaken im charakteristischen Wechsel zwischen majestätischem Zähfluss und dynamische Heavy-Attacken präsentiert.
Das zum Cover passende aber doch etwas arg in die Länge gestreckte apokalyptische Intro kann man dabei getrost überspringen und landet so direkt bei der herausstechenden Hymne "Aidenn Falls", die quasi die Fortsetzung des großartigen "Daylight Dies" vom Vorgängeralbum darstellt. Bei diesen Songs gelingt den Maltesern das Kunststück, ihren ganzen Enthusiasmus und ihre ganze Leidenschaft selbst über das dafür nur bedingt geeignete Medium des Tondokuments zu übermitteln - schliesst man die Augen, so hat man die energische Live-Performance des Sängers Leo Stivala unmittelbar vor sich. Direkt neben dem brilliant solierenden Gitarristen Sean Vukovic, der sich noch einmal zu steigern vermag und gerade diesem Song seinen unverkennbaren Stempel aufdrückt. Wenngleich hier die Produktion Rätsel aufgibt, denn im Zusammenspiel mit dem sonst erdigen und harmonischen Soundbild klingt die Gitarre seltsam trocken und wenig organisch.
Jedoch hat das Album auch im Weiteren so viel zu bieten, dass man sich gar nicht zu lange mit dieser Klangfrage aufhalten möchte. Durch den Wechsel von eher rifflastigen Stücken mit Power-Metal-Tendenzen wie "Sins of the Tempter" oder "Armida's Kiss" und vorrangig melodieverliebten Epen á la "Metatron and the Mibor Mythos" bleibt der Spannungsbogen stets gespannt. Wobei in der Gesamtschau schon noch festzuhalten bleibt, dass "After the Fall" konzeptionell (mit Blick auf die Texte des Bassisten Albert Bell) sowie musikalisch das wohl finsterste Album der Südeuropäer bis dato darstellt. In der Umsetzung dessen ist der seit vielen Jahren mit beständigem Line-Up agierenden Band ihre Erfahrung im besten Sinne hörbar anzumerken und wer unter epischem Metal mehr als Muskelspiele, Plastikschwerter und Keyboard-Teppiche versteht, sollte mit Forsaken selbst ohne allzu große Affinität zum Doom glücklich werden.
Volker Schulz
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