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THE FLAMING STARS, Live am 31.01.08 in der Groove Station Dresden
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Der Soundtrack für das Nichtraucherzeitalter
Der 31. Januar 2008 ist ein denkwürdiger Tag - nicht nur für das rauchende Volk in Dresden, sondern im gesamten Sachsenland. Ab 1. Februar herrscht auch hier - wie inzwischen in der großen Mehrzahl der Bundesländer - Kneipenrauchverbot. Den perfekten Soundtrack zum Abschied vom blauen Dunst in Clubs & Co. liefern The Flaming Stars in einer Lokalität, wo Rauchen Teil des Alltags war. Es handelt sich um eine englische Combo, deren Musiker bereits ein wenig in die Jahre gekommen sind, deren Sound aber richtig (retro-)frisch klingt.
Nachdem Chip Hanna vorher ein echtes amerikanisches Volksmusik-Kontrastprogramm abgeliefert haben, nehmen vier Herren Aufstellung auf der selbstverständlich verrauchten Bühne. Eigentlich als Quintett angekündigt, muss Sänger Max Décharné zunächst die traurige Nachricht verkünden, dass man aufgrund eines Krankheitsfalls heute mit einer Gitarre weniger auskommen muss. Schade, aber The Flaming Stars funktionieren auch so. In ihrer Mischung aus Garage-Punk, Blues-Elementen und Rock'nīRoll drückt die Musik die unterschiedlichsten Stimmungen aus: Party, Verkaterung, Nachdenklichkeit, Überdrehtheit, Liebesfreud und -leid. Max Décharné, der gut und gern ein Bruder Nick Caves sein könnte, ist charismatischer Frontmann mit ebensolchen Vocals - und zaubert nebenbei auch noch die feinen Orgelklänge aus dem Keyboard. Der Mann gewinnt das Publikum im Handumdrehen trotz sparsamer Worte und Gesten.
Die Männer auf der Bühne sind in schicken Zwirn gehüllt, der den ganzen Abend über nicht abgelegt wird - trotz Tropenklima im Club. Nur Drummer Joe Whitney kann nicht an sich halten und trommelt bereits nach wenigen Songs mit freiem Oberkörper. Das alles ist erschreckend authentisch - und das obwohl die musikalischen Vorbilder alles andere als verleugnet werden: The Doors, David Bowie, Joy Division etc. John Peel wusste eben, was gut ist. Und nun auch Dresden. Da vergisst man fast, sich die letzte (Kneipen-)Zigarette anzuzünden.



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