Dol Ammand, die zweite - wiederum ein Meisterwerk, das viele Kleingeister aus dem Heavy Metal-Bereich nicht verstehen werden, weil sie sich niemals ernsthaft mit so genannter klassischer Musik auseinander gesetzt haben, was höchst bedauerlich ist, wohnt doch Klängen von Wagner, Bartok, Mussorgski und Konsorten mitunter eine Heaviness inne, die man bei vielen todgetriggerten, ach so harten Scheibletten vergeblich sucht und die einfach Käse sind. In der Art eines Oratoriums gehen folgende Musiker auch diesmal zu Werke: Thanasis Lightbridge (Synthesizer), Dim (Gitarre), Nick Terry (Bass), Alex Holzwath (Schlagzeug), und DC Cooper (Gesang); sie werden von einem vierzehnstimmigen Chor unterstützt, der supererb besetzt ist. Die Stücke besitzen viele Facetten und bringen Koryphäen wie Alex Holzwarth immer wieder zum Funkeln, was sich sehr wiederum bereichernd auf den Gesamtklang auswirkt. Wer sich für Projekte wie Ayreon begeistern kann, wird nicht umhin kommen diesem Album seine Bewunderung zu zollen, denn die Bandbreite reicht von barock anmutenden Passagen über Versatzstücke aus dem Progressiv Rock bis hin zu waschechtem Extreme Metal, die allesamt äußerst geschickt arrangiert sind und dem abseits der ausgetretenen Musikpfade sich bewegenden Conneseur mehrfach ein Jauchzen zu entlocken im Stande sind. Letzterer schmilzt dahin like eyes in the sunshine - wer Augen hat, der schaue, wer Verstand hat, darauf baue und diesem traue, wer Beine hat, der laufe, wer Geld hat, der kaufe, wer Ohren hat, der höre, wer Stimme hat, der röhre - es sei denn, dass ihn solches störe...
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Frank Bender
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