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THE DIVINE COMEDY, Live am 10.10.2006 im Star Club Dresden
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Gediegen mitwippen
Was bereits beim Betreten des Saals auffällt, ist das Publikum. Zur "göttlichen Komödie" sind keine Teenys gekommen, man ist in der Masse um die 30 und sogar älter. Entsprechend entspannt entwickelt sich der Abend, wilde Tanzextasen bleiben aus. Die würden zu der Musik, die The Divine Comedy spielen, auch nicht wirklich passend. Wie auf Platte, so liefert die Band um Neil Hannon, der trotz seines geringen Körperwuchses auf der Bühne den (Dunkelbier trinkenden) Mittelpunkt bildet, auch live ein eher smoothes Set ab. Richtig rockig wird's selten. Stattdessen wechseln sich theatralisch-soundtrackartige Stücke mit Bossanovaanklängen und fast countyesken Passagen, zu denen das Publikum gediegen mitwippt oder mitswingt. Jeder einzelne Song wird dominiert von der harmonisch-einschmeichelnde Stimme Hannons, die, wenn sie in tiefere Regionen wandert, der von Adam Green ähnelt (bzw. natürlich umgekehrt).
Auf der Bühne stehen neben dem Sänger sieben Musiker (alle in Oberhemd bzw. Bluse gekleidet), deren Gesichtsausdruck die Ernsthaftigkeit verrät, mit der sie Musik machen. Die klingt an diesem Abend sehr glatt, fast wie auf der heimischen Anlage. Aber nichtsdestotrotz macht es Spaß, die blonde Frau beim Violinen- oder den sitzenden Mann beim Cellospiel zu beobachten. Sonst passiert nicht allzu viel auf der Bühne. Muss auch nicht, wenn die Musik an sich göttlich ist. Das weiß die Band genau so wie das Publikum, so dass am Ende alle glücklich und wenig verschwitzt ins Bett gehen.
 
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