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DEVASTATIONS, Live am 11.10.07 im Starclub Dresden
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Australische Bärte aus Berlin
Nicht zwangsläufig widerspiegelt die Fülle eines Konzertsaals die Qualität der auftretenden Künstler. So auch an diesem Donnerstagabend, als sich relativ problemlos nachzählen lässt, wie viele Leutchen den Dresdner Starclub bevölkern. Es waren am Ende vielleicht um die 100, die aber alles richtig gemacht hatten - entweder, weil sie ahnten, welch begnadetes Trio auf der Bühne stehen sollte oder aber weil sie um die Großartigkeit der Devastations wussten. Denn die gebürtigen Australier besuchten den Ort des Geschehens bereits zum vierten Mal. Sänger und Bassist Conrad Standish erwähnte neben diesem Fakt auch, dass bei der Premiere das Publikum aus nur drei Zuhörern bestand. Die Steigerung zwischen Auftritt Nummer eins und vier ist unverkennbar.
Devastations brauchen keine große Bühnen- und Lichtshow, bei ihnen spielt die Musik die Hauptrolle. Wer die Augen schließt und sich ganz den fast suggestiven Songs hingibt, verpasst nicht allzu viel - abgesehen von den schlaksig-wellenförmigen Bewegungen des Mannes im roten Hemd (besagter Conrad Standish). Von Beginn an fällt die kraftvolle Live-Umsetzung der Songs aus mittlerweile drei Alben auf. Schlagzeug, Gitarre und Bass schmiegen sich an die Melodie an, um im nächsten Moment deutlich gegen den Strich gebürstet zu werden. Tempo- und Rhythmuswechsel gehören wie selbstverständlich dazu. Und wenn ein Song endlich seinen dramaturgischen Höhepunkt erreicht hat, den man gern noch ein wenig auskosten möchte, bricht er abrupt ab. Parallelen zu Sophia, Nick Cave, Tindersticks sind da, von einem billigen Plagiat sind Devastations aber so weit entfernt wie ihr jetziger Wohnort Berlin von ihrer alten Heimat Australien. Der Umzug 2004 hat ihnen leider (noch) nicht den ultimativen Durchbruch gebracht. Verdient hätten ihn die drei Bartträger (zweimal Schnurr-, einmal Vollbart) aber wirklich. Das durchweg begeisterte Publikum im Starclub jedenfalls konnte nicht genug bekommen von Devastations. Und so ist der fünfte Dresden-Auftritt nur eine Frage der Zeit.
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