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Delta "Crashbreaker" (Eigenproduktion 2008)
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Wow, ich hätte nicht gedacht, dass man im Prog-Metal das Rad neu erfinden kann, aber diese fünf Chilenen (Andres Rojas - Schlagzeug; Nicolas Quinteros - Keyboards, Theremin; Felipe Del Valle - Gesang; Benjamin Lechuga - Gitarre; Santiago Kegevic - Bass) erteilen mir eindrucksvoll einen Crashkurs im Verschmelzen musikalischer Einflüsse; diese Legierung wirkt tatsächlich wie ein Reinmetall! Natürlich schimmern hier die meines Erachtens vollkommen überschätzten Dream Theater durch und blitzen da gelegentlich Symphony X auf, doch wird die Klangplatte mit Zutaten aus Blues, Jazz, Funk oder Folklore garniert, dass es nicht nur eine Freude für das Hirn ist diesen Klängen zu lauschen. Überhaupt schaffen es Delta im Gegensatz zu den musikalischen Cineasten echte Songs und nicht akustisches Patchwork zu fabrizieren, was sie wiederum in die Nähe der genialen Shadow Gallery bringt, doch Delta besitzen eine größere Varianzbreite, was wiederum für sie spricht. Lediglich der sehr emotionale Gesang von Felipe, den man als Hybriden aus Russel Allen und James LaBrie bezeichnen könnte, dürfte eine Spur tiefer gelegt werden, aber das ist eben Geschmackssache. Dafür bieten sämtliche Instrumentalisten eine uneingeschränkt gelungene Vorstellung, indem sie sich ganz in den Dienst der Songs stellen und ihr Können nur an geeigneten Stellen kurz einfließen lassen, besonders möchte ich an dieser Stelle die superbe Bassarbeit hervorheben. Es wäre schön, wenn dieser Crashbreaker zum Chartbreaker avancieren würde, den verdient hätten es die Deltaner allemal.
deltachile.com
Frank Bender
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