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DAF "Fünfzehn neue DAF Lieder" (Superstar Rec. / Universal Vertrieb / VÖ: 24.02.03)
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DAF, die Deutsch Amerikanische Freundschaft, sind zurück! Das wird ihre (Alt-)Fans freuen, denn sie klingen 2003 keinen Deut anders als vor über 20 Jahren (ja, so lang ist es tatsächlich her seit dem letzten DAF-Output...). Sofern man sich ein solches Urteil überhaupt erlauben kann nach dem Hören von nur 5 (!) angespielten (!!) Songs. Denn mehr wollte man der Presse vorab nicht zur Verfügung stellen.
Eine Neuerung findet sich bei den "Fünfzehn neuen DAF Liedern" aber doch: die Texte bestehen heute aus mehr als drei Worten (wer erinnert sich nicht an die Minimallyrics des genialen "Tanz den Mussolini"). Inhaltlich bleiben sich DAF treu: Ihre Texte sind auch heute radikal, subjektiv und provokant. Es geht um Themen wie (Anti-)Amerika ("Der Sheriff"), Erinnerung an und Abgesang auf die RAF ("Kinderzimmer"), Sex ("Rock hoch").
Auch die Musik ist klassisch DAF: Sprechgesang, untermalt vom monoton treibenden Schlagzeug und bedrohlichen Elektronikklängen.
Wenn also nahezu alles gleich geblieben ist, warum dann die Reunion, die eigentlich gar keine ist, weil sich Robert Görl und Gabi Delgado-Lopez nie offiziell getrennt haben? Und warum ein Comeback gerade jetzt, da die 80er sehr trendy sind? Robert Görl: "Es geht uns nicht um Geld oder um den Revival-Gedanken oder um eine blöde Form von Nostalgie." Aha. Ich würde vorschlagen, in den nächsten Plattenladen zu gehen, in sämtliche 15 Songs hineinzuhören und sich dann ein eigenes Urteil zu bilden.
Stefan
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