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Custard Pies Live in Bonn
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"Custard Pies" sind heiß!
Ich muss das, so glaube ich, irgendwann einmal erwähnt haben! Mit Cover - und Tribute Bands werde ich nicht so richtig warm, es sei denn, sie sind richtig, richtig gut!
Sheik Yerbouti, Nutellica, Demons Eye und Mayqueen sind, bzw. waren so gut, ja sogar exzellent!
Custard Pies aus Münster reihen sich da nahtlos ein. Mit viel Liebe zum Detail, einer gewissen Akribie und einer gehörigen Portion Unverschämtheit gehen die genannten Bands vor und machen vergessen, dass die Vorbilder entweder tot, teuer oder tourfaul sind.
So begab es sich, dass ich am 17.Oktober mit meinen Mannen in unserer ehemaligen Hauptstadt aufschlug, um DIE "Led Zeppelin" Tributeband überhaupt, zu sehen und zu hören!
Die "Harmonie" in Bonn, bietet dafür auch den passenden Rahmen!
20.00Uhr, Pascal Cherouny ( Vocals and Guitar), Marco Menzer (Drums) und Alexander Ranft (Bass/Guitar) betraten die gut ausgeleuchtete Bühne und los ging es!
Auf das Intro " Into The Light " folgte der "Immigrant Song", der wie eine Horde Wikinger durch die Halle stampfte! Von Anfang an ließen die "Pies" keinen Zweifel daran, wer derzeit die kompetenteste Tribute Band ist. Das erstaunliche dabei war, dass Herr Cherouny an Gitarre und Gesang so dermaßen Page und Plant zum Besten gab, dass mit geschlossenen Augen die Illusion fast perfekt schien.
Menzer und Ranft standen dem in nichts nach und von Beginn an zog die Band das Publikum in ihren Bann!
" Black Dog", "Kashmir" "No Quarter", die Liste der Highlights war identisch mit der Setlist.
Besonders hervorzuheben war Pascals Guit/ Violin Solo in "Dazed & Confused", dass auch das begeisterte Publikum mit feuerndem Applaus honorierte.
Das Programm als Ganzes gestaltete sich recht kurzweilig und endete stilecht mit "Whole lotta Love" incl. "Rythm & Blues" Medley, dieses aber leider schon als die vom Publikum erbettelte Zugabe! Die "Harmonie" besteht auf pünktlichen Feierabend, auch wenn der Saal noch so tobt!
Doch trotz knapp bemessener Spielzeit punkteten die "Pies" bei der Audience.
Dazu trugen neben der Authenzität auch das Pageeigene Outfit von Pascal und seine speziellen Ansagen bei! Die symphatischste Eigenschaft des Custard Pies Frontmanns war jedoch die Herzlichkeit gegenüber seinem Publikum! Er vermittelte einem das Gefühl, sein persönlicher Gast zu sein! Eine Geste, die man selten zu spüren bekommt!
Was die sympathischen Schwerstarbeiter Menzer und Ranft ihrerseits leisteten, kann gar nicht hoch genug bewertet werden!
Aber, bei aller Lobhudelei, es gibt auch ein paar Kritikpunkte!
"Stairway To Heaven" ohne Doppelhalsgitarre ist...na ja, gewöhnungsbedürftig!
Weiterhin vermissten wir einen Merchandise Stand! So mussten wir uns mit einem Konzertplakat zufrieden geben, welches wir "zufällig" an einer Mauer fanden und das nun die Wand eines Proberaums schmückt!
Aber das waren ja Kleinigkeiten gegenüber einem phantastischen Abend mit einer phänomenalen Band!
Gleichermaßen aufgedreht wie zufrieden über das Erlebte, fuhren wir zurück ins heimatliche Ruhrgebiet. In Einem waren wir uns einig! "Custard Pies" sind heiß!
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