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Church of Mysery "Houses of the Unholy" (Rise Above, VÖ: 29.05.2009)
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Halbseidenes Zeug ist Massenware. Was die hier zu keiner Sekunde produzieren. Wurzel: Black Sabbath, alte, ganz alte UFO, was partiell satt und gar witzig rüberkommt. Zumeist aber wird Hölleschnell gerockt, ohne Pause zum Atmen, auch zwischen den Tracks wird nur geblinzelt, schon wieder ist Hochform gefragt. Uralt-Hardrock, tief und tiefer gestimmt, trifft auf Doom, ultraschnellen Doom, und keine Frage, das geht.
Boogie, Blues und brachial hartes Spiel ergänzen die kompromisslose Gangart der Dreivierteljapaner, die sich in ihrem textlichen Vergnügen bekannten Massenmördern widmen und ihnen die metallische Hölle bereiten.
So alt die Ingredienzien der Musiksuppe, so aktuell der Sound. Die Aufnahme ist perfekt, hat diese Frühsiebziger Note, wurde im Studio aber feinstens eingefangen, so dass jeder klare Beckenschlag und jeder wummernde Gitarrenton wie ein Messer im Herzen sitzt. Exakt, beeindruckend, tödlich.
Die Songs sind gut komponiert, fahren Überraschungen auf, ohne technisch zu überfordern, es geht dreckig und böse, radikal und brutal zur Sache, was Gesang, brüllt sich mit Wucht die Seele und die Mandeln dazu aus dem Hals, der Sangesmann wird als alter Herr stumm wie ein Fisch sein, weil seine Stimmbänder im Brustkorb baumeln werden wie im Wind schwingende Galgenopfer.
Die technische Einspielung ist allerliebst. Es gibt echte Hinhör-Gitarrensoli, Bassist und Schlagzeuger sitzen nicht nur an teurem Equipment rum, sie bringen es auch mit Wucht und Energie zum Toben und wissen ihrerseits melodischen Input zu liefern.
Alles in allem und summa summarum zusammengenommen ein potentiell megasaugeiles, mit Verlaub, Album, das sich kein Freund harter Gangart im Rock'n'Roll-Gewerbe entgehen lassen sollte.
churchofmisery.net
myspace.com/churchofserialkiller
VM
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