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Bryan And The Haggards "Still Alive And Kickin' Down The Walls" (Hot Cup Records 2011)
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Diese machen Country-Jazz der Kneipenart. Down to earth Arrangements, locker und satt gespielt, klingt wie Spare rips mit Ketchup und Bier, wie staubtrockener Club, vor dem Jeeps stehen und an dessen Garderobenhaken Cowboyhüte hängen.
Die lockere Band setzt auf Groove, ohne auf differenzierte Rhythmusübungen zu verzichten, kann knackfrischen Rhythmus mit fett basslastiger Note wie Heavy Metal und Gitarrensoli wie im Südstaatenrockerbe, ist pseudokonservativ folkloristisch und raffiniert eingängig, mitreißend und überlebensstark wie Büffel und cool wie Wüstensturm.
Und über allem sitzen die beiden Saxophonisten Bryan Murray, der sich die Chose ausdachte, Tenor- und Balto!-Saxophon spielt, singt und die Tin Whistle in den Arm nimmt, sowie Jon Irabagon, der C Melody, Alt- und Sopransaxophon spielt, zudem Klarinette, Piccoloflöte und die Penny Whistle.
Jon Lundbom an Gitarre und Banjo, Matthew "Moppa" Elliott am Bass und Danny Fischer am Schlagzeug ergänzen eine illustre Crew, die mir die Tränen in die Augen treibt, so mitreißend und überzeugend ist der, mit Verlaub, GEILE Sound der lockeren Truppe. Sieben der acht Songs sind zwischen 4 und 5 Minuten lang und dürfen keine Sekunde einbüßen, zum Ende dann der Longtrack: "If We Make It Through December" - Jiesis, this is great!
Mal machen sie einen auf Beerdigungskapelle und fast habe ich den Eindruck, dass die schon mal Albert Ayler gehört haben MÜSSEN, sonst kriegen die den Sound doch nicht so lässig und tiefsinnig hin!, dann versumpfen sie in satirischster Countrymucke, dass nur zu staunen bleibt, wie mutig die im konservativen Sumpf wühlen - oder sind die Kleinstadtamis nicht alles Revolverhelden mit mittelalterlichster Denke?
Nach sieben Mal großartig frischem Humor wird es fast Big Band mäßig. Fast. Denn die beiden Bläser kriegen das gewiss nicht ganz hin. Wollen sie auch nicht. In der lieblichen Note wird nur hinreißend garstiger Humor präsentiert, der nur einmal mehr Country verjazzt, Jazz die Cowboy-Note gibt.
Noch nie gehört vorher dieser Art me myself and I. Darf ich allen nur ans Herz legen, macht den Kopf frei und erneuert das altgediente Gehirn mit vitaler Idee!
bryanmurray.net
VM
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