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BALLAD BOMBS "And Then We Danced" (3 Lanka / Discomania) VÖ: 02.02.07
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1980er: In Göttingen gibt es eine Band namens Ballad Bombs, die das machen, was damals viele ihrer Kollegen machen: New Wave. Das Trio bringt es immerhin zu regionaler Berühmtheit, ja sogar einen Plattendeal hat man in der Tasche. Auf dem Hamburger Label Membran soll das Debut erscheinen. Die Platte wird eingespielt, steht quasi unmittelbar vor der Veröffentlichung - da kommt es zum Streit zwischen Band und Label. Und so erblickt "And Then We Danced" nicht das Licht der Öffentlichkeit…
2007: Zeit heilt alle Wunden - oder klärt zumindest die Frage nach den Urheberrechten. So können Ballad Bombs nun endlich ihr Debütalbum veröffentlichen. Das tun sie prompt - und vergessen dabei, dass inzwischen 20 Jahre ins Land gegangen sind. Okay, auch heute legt der nostalgische Mittdreißiger hin und wieder noch mal eine alte Sisters of Mercy oder Cure auf. Teilweise aus Nostalgiegründen, teilweise weil es sich um damals progressive künstlerische Ergüsse handelte. Ersterer Grund kann im Falle von "And Then We Danced" vielleicht für einige wenige Göttinger Alt-Waver geltend gemacht werden, letzteres Argument hingegen für niemanden. Zu belanglos klingen die Moll-NDW-Songs, zu "deutsch" das Englisch von Sänger Armin Johnert und zu sehr bewegt sich seine Stimme neben der Spur. Als Jugendsünde kann man diese Scheibe (bei der übrigens auch der junge Matthias Reim seine Finger im Spiel hatte!) noch durchgehen lassen, nicht aber als Ernst gemeinte Neu-Veröffentlichung im Jahr 2007.
Demnächst: Ein zweites Album der Band. Bleibt die Hoffnung, dass die Ballad Bombs mit der Veröffentlichung ihres Debüts die achtziger Jahre verarbeitet haben. Denn sonst wird auch die neue Bombe kaum zünden.
Stefan
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