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ART BRUT, Live am 07.09.2009 im Beatpol Dresden
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Bang Bang - Rock & Roll
Reichliche dreieinhalb Jahre ist er her, der letzte Besuch der Kunstbrut in Dresden. Seinerzeit war der Beatpol, der damals noch Starclub hieß, rappelvoll. Anno 2009 kann man die Besucher beim Betreten des Konzertortes akkurat durchzählen. Aber noch bleibt eine Stunde bis zur Bühnenzeit der Briten, die von einer Münchener Combo namens Die Drogen mit "deutschsprachigem Junk-Pop" (Band-O-Ton) verkürzt wird. Und tatsächlich - zum Konzertbeginn um Punkt 22 Uhr ist die Fläche vor der Bühne zumindest soweit gefüllt, dass Peinlichkeit nicht aufkommen muss.
Ready Art Brut? Und schon geht's los. Frontmann Eddie Argos, ein wenig fülliger geworden über die vergangenen Jahre und mit gestutztem Haar, hat seine Fans sofort im Griff mit seinem immer wieder beeindruckenden Cockney-Akzent. Den schleudert er mehr sprechend als singend ins Mikro. Vorbei ist es nun mit dem bedächtigen Lauschen wie noch bei der Vorband. Jetzt ist Pogo Trumpf. Es lässt sich gut beobachten, wie die Schweißflecken rasant die T-Shirts erobern, bis diese schließlich einen Feuchtigkeitsanteil von mehr als 100 Prozent zu haben scheinen. Musikalisch präsentiert das Quintett das, was man auch schon vor dreieinhalb Jahren vernommen hatte: Punkrock mit Wave-Einschlag. Das funktioniert bestens zum Partymachen, um musikalische Abwechslung zu bieten, ist es zu wenig. Und so fällt es ziemlich schwer zwischen altem und neuem ("Art Brut vs. Satan") Material zu unterscheiden. Beides erklingt im Beatpol, beides kommt gut an bei den Fans. Am allerbesten aber funktionieren natürlich die Klassiker: "Emily Kane", "My Little Brother" und natürlich "Bang Bang Rock & Roll". 60 plus 15 Zugaben-Minuten zeigen eine Band, die noch immer nicht in den "Top of the Pops" angekommen ist, wie sie es in einem ihrer Stücke ironisch verkündet. Das ist gut so - aber ein paar mehr Konzertbesucher seien dem Mädel und den Jungs von der Insel bei der nächsten Dresden-Visite dennoch gewünscht.

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