APOPTYGMA BERZERK, Live am 27.02.2009 in der Reithalle / Straße E Dresden

Klarer Sieg im Heimspiel

Nach mehr als drei Jahren sind die norwegischen Berserker wieder auf ausgiebiger Deutschlandkonzertreise. Der Dresdner Auftritt ist bereits Gig Nummer 21 der 22-Tage-Tour. Die Zusammensetzung des Publikums in der mit ca. 1.000 Besuchern sehr gut gefüllten Reithalle hat sich im Vergleich zu Ende 2005 leicht geändert. Schwarz ist auf Apop-Konzerten nach wie vor die dominierende Kleidungsfarbe, allerdings kommen inzwischen weniger Teenies. Und das obwohl die Tracks der Jungs um Mastermind Stephan Groth nach wie vor poppig im besten Sinne sind. Das unterstreicht die erst vor wenigen Wochen erschienene Neuveröffentlichung "Rocket Science" - zugleich Motto der Tour.

Wie auf der Platte startet auch der Auftritt mit "Weight of the world", gefolgt von "Apollo (Live on your TV)". Doch dann ist erst einmal Feierabend mit neuen Stücken. Es folgen Klassiker, von denen Apop in den inzwischen 20 (!) Jahren ihres Bestehens etliche unter das Volk gebracht haben, etwa "Eclipse", "Unicorn", "Until the end of the world", In this together", "Starsign"… Das sind die Titel, welche die Fans hören wollen. Immer wieder ertönen bereits bei den ersten Akkorden Begeisterungsschreie. Bis in die letzten Reihen fliegen die Hände in die Höhe, wird mitgetanzt, mitgewippt und mitgesungen. Dresden ist ein Heimspiel - da macht es fast nichts, dass sich die nahezu am Stück gespielten 20 Tourgigs dann und wann in der Stimme von Stephan Groth (übrigens im schicken Zwirn mit Krawatte und Weste) bemerkbar machen.

Neben den mitreißenden Klängen und einer schweißtreibenden Performance darf keinesfalls das visuelle Erlebnis des Abends unerwähnt bleiben. Atmosphärisches Licht (viel Weiß, einiges an Stroboskopflimmern) bringt die Stimmung der Songs auf den Punkt. Der Knüller allerdings sind die sechs LED-Video-Screens. Hier wird mit Lichteffekten gespielt, Videos eingespielt und das Publikum begrüßt und verabschiedet: Nach drei Zugaben inklusive des Überhits "Non-Stop Violence" und 105 Konzertminuten zeigen die unzähligen LED-Lampen "Thank you Dresden!!!" Dass am Ende nur ein Viertel der Setlist vom aktuellen Album kommt, realisiert vermutlich kaum jemand. Das Heimspiel ist klar gewonnen.

                               


                               


Text: Stefan
Bilder: Anja



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