AETERNITAS "La Danse Macabre" (Serpina Records/Soulfood)

Die fünf Herren und zwei Damen von Aeternitas kommen mit ihrem zweiten Album "La Danse Macabre" daher wie ein metallischer Walkürenritt. Dabei vermischen sie Elemente klassischer Musik mit denen des Gothic-Metals. Inhaltlich ist die Band verkrampft um Anspruch bemüht - es geht um das Prinzip "Nach dem Tod sind alle gleich" - doch das Gesamtwerk krankt an einer völlig überladenen Dramaturgie. Der viel zitierte Spruch von dem Weniger, das manchmal Mehr ist, findet hier seine Berechtigung. Der wechselnde Gesang aus weiblicher Opernstimme und männlichen Vocals, das Hin und Her zwischen synthetischen Streichersounds, Dramatik verkündenden Fanfaren, verspielten Pianopassagen und den Metalgitarrenriffs, auf und ab wallende Kompositionen, dazu die leidlich deutschen Texte - das alles ist doch etwas zu viel des Guten. Auch wenn es schade um die aufwändig produzierte Platte ist, die 13 Songs in ihrer Gesamtheit sind einfach zu anstrengend. Wer in Theatralik und Pathos ertrinken möchte, wird hier sicherlich seine Erfüllung finden. Alle anderen sollten Aeternitas mit Vorsicht begegnen.

aeternitas.info

LARS



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