THE 69 EYES "Paris Kills"

Mit Paris haben die fünf Finnen sicherlich nicht sehr viel am Hut, oder doch? Zumindest soviel, dass die dunkel-gewandeten Herren ihr neues Album so betitelt haben. Angefangen haben die Jungs übrigens als harte Rocker, mittlerweile hat sich die Musik der trinkfesten Herren aber komplett in düsteren, auf ihrem neuesten Werk sogar fast romantischen Gefilden etabliert. Nachdem die Truppe um den charismatischen Frontman Jyrki 69 im Oktober 2001 die Tour zu ihrem letzten Album „Blessed be“ beendet hatten, zogen sie sich ins Studio zurück und machten sich , zusammen mit Johnny Lee Michaels, der als Produzent gewonnen werden konnte, ans Werk zu „Paris Kills“. Eine äußerst gute Zusammenarbeit, denn „Paris Kills“ ist ein gelungenes Werk, das mit harten (im Vergleich zu den Vorgängerwerken, wie eben „Blessed be“ jedoch wesentlich softeren) Gitarren und 80er Jahren Keyboardsounds brilliert. Grundsätzlich sind The 69 Eyes aber bei den Klängen geblieben, die sie schon beim Vorgängerwerk eingeschlagen hatten, also keine Experimente. Warum auch? „Blessed be“ kam ja bei den Fans sehr gut an. Melancholische Klänge unterstrichen durch die eindrucksvolle Stimme von Jyrki. Der sagt zu dem neuen Werk: „“Paris Kills“ is made to dance yourself to sleep just before the dawn.It was perfect to start recording this album right after playing the final show of the tour in front of 20000 goths and have that “gothic for the masses vibe still going on as we worked on the songs.” All diese düsteren Gestalten werden auch voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn der, in Finnland übrigens schon in der Top Ten der Single-Charts platzierte, mittlerweile sogar vergoldete Song „Dance D`Amour“ meiner Meinung nach gar nicht mal der stärkste Song des Fünfers ist. Der Opener „Crashing Hights“ ist genauso eingängig, wie „Radical“ oder der Schlusssong „Dawn´s Highway“. Alles in allem eine absolut gelungene Hommage an die düsteren Songs der Achtziger, wie sie schon von The Mission und Co zelebriert wurden. Und auch wer damals noch nicht im Konzert- und Discoalter war, wird die düster-melancholischen Töne der 69 Augen lieben.

Silke



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